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NLP-Glossar von Dittmar Kruse
(Auszug aus dem Buch "Der Teen-Coach")
(NLP-Glossar als pdf)
Anker:
Auslöser für eine (bewusste oder
unbewusste) Erinnerung. Jeder Bestandteil
einer Erfahrung (alles, was während dieser
Erfahrung erlebt wird) kann den Zustand wieder hervorrufen,
in dem die Erfahrung gemacht wurde.
Gute Absicht/Bedürfnis: → Reframing.
Landkarte:
Unsere Vorstellungen von der
Wirklichkeit. Die Gesamtheit unserer Ansichten
über uns (Selbstbild) und alles andere
(Weltbild). Diese Landkarte hilft uns bei der Orientierung,
was wir und andere können/sollen/dürfen, was
gut und was schlecht ist usw. Sie ist aber nur eine
Abstraktion, also eine vereinfachte, verallgemeinerte,
verzerrte Darstellung der Wirklichkeit, so wie ein Stadtplan
nie die ganze Stadt mit ihren Einwohnern, Bäumen,
Wetter usw. zeigt. Die Landkarte ist also nicht das Land:
Gedanken sind immer nur ein Zerrspiegel der „Wirklichkeit“.
Die Wirklichkeit ist viel bunter, facettenreicher,
beweglicher, fließender, lebendiger als ihre Beschreibung.
Zwischen Küssen und einen Kuss beschreiben liegen Welten.
Meta-Modell-Fragen:
Fragen, mit denen die
geistige → Landkarte überprüft, präzisiert und
erweitert wird:
- Interpretationen und sonstige Deutungen hinterfragst
du mit: „Wie kommst du darauf? Woran würdest
du merken, dass es anders ist?“ usw.
- Mehr Details bekommst du, wenn du fragst: „Wer?“
„Wann?“ „Was?“ „Wo?“ „Wie?“ usw.
- Ausnahmen und Gegenbeispiele findest du, wenn du fragst: "Wann ist das anders?" "Wer/wann/wo nicht?" usw.
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| NLP:
Neuro-Linguistische Programme sind
Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster.
NLP beschreibt diese Muster so,
dass sie reproduziert und auf andere Situationen
übertragen werden können. Dadurch kann zum
Beispiel dieselbe Motivation, die wir beim Computerspielen
haben, auch zum Englischlernen eingesetzt
werden. Die Neuro-Linguistischen Programme können
auch verändert werden: Wenn ein „inneres“ Bild beispielsweise
aus größerem Abstand gesehen wird, dann
„geht es mir nicht mehr so nahe“; es verliert an Wichtigkeit
und Bedeutung.
Reframing:
Etwas „in einen anderen Rahmen
setzen“, ihm also eine andere Bedeutung
geben, es anders bewerten oder unter
einem neuen Gesichtspunkt betrachten. Statt uns auf ein
störendes Verhalten zu fixieren, können wir zum Beispiel
verstehen, was durch dieses Verhalten erreicht werden
soll, und dadurch sinnvollere Wege finden, um diese
eigentliche Absicht zu verwirklichen. Wir können beispielsweise
auch den Zeitrahmen ändern („Bald werde
ich darüber lachen!“) oder eine Situation aus der Sicht
von jemand anderem sehen („Was würde Homer
Simpson tun?“).
Ressourcen:
Die Fähigkeiten, die du einsetzen
kannst, um deine Ziele zu erreichen und deine
Wünsche zu verwirklichen. Dein Potenzial. Die Grenzen
dieses Potenzials liegen meistens nicht in der Wirklichkeit,
sondern nur in unseren Überzeugungen (→ Landkarte):
Du hast mehr Möglichkeiten, als du glaubst. |
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| Sinne:
Alles, was Menschen erleben, geschieht
in fünf Sinneskanälen: Sehen, Hören, Riechen,
Schmecken und Fühlen. Auch Gedanken sehen wir vor unserem „inneren Auge“ oder hören wir als
„innere Stimme“. Fühlen umfasst sowohl körperliche
Empfindungen (wie den Gleichgewichts- und Tastsinn)
als auch Emotionen, die als Druck, Leichtigkeit, Wärme
usw. gespürt werden (→ Submodalitäten). Wie fühlen
sich „Schmetterlinge im Bauch“ an?
Submodalitäten:
Die Darstellungsweisen des
Erlebens. Derselbe Inhalt kann zum Beispiel
in einem großen oder einem kleinen Bild dargestellt
werden; derselbe Satz kann gebrüllt
oder geflüstert werden. Submodalitäten gibt es in allen
fünf → Sinnen. Sie bestimmen (oder zeigen) nicht nur, wie
intensiv Gedanken und Gefühle erlebt werden, sondern
auch, in welche Kategorie ein Gedanke eingeordnet wird
(zum Beispiel „ernst/witzig“, „wichtig/unwichtig“).
Träumer – Macher – Kritiker (Walt-Disney-
Strategie):
Diese Methode hilft dir, Wünsche zu
verwirklichen, indem die Planung in drei Phasen
aufgeteilt wird. Du überlegst
- als Träumer: was dein Ziel ist,
- als Macher: wie du es erreichen kannst,
- als Kritiker: mit welchen Hindernissen du dabei
rechnen musst.
Jede Phase wird gewürdigt; jeder – Träumer, Macher und Kritiker – bekommt für eine Weile die volle Aufmerksamkeit
und darf sich frei äußern, ohne von den anderen
beiden unterbrochen zu werden. Dadurch sabotieren sie
sich nicht mehr gegenseitig, sondern sie hören einander
zu und arbeiten zusammen. |
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Unbewusstes; das Unbewusste:
Sammelbegriff
für alle Wahrnehmungen und Tätigkeiten des
Organismus, die (zumindest momentan) nicht
bewusst erlebt werden. Vielleicht war dir deine Atmung
eben noch unbewusst – bis das Lesen dieses Satzes sie
ins Bewusstsein gebracht hat. Das Unbewusste ist das,
was atmet, verdaut, träumt, das Gleichgewicht hält und
sich um Millionen andere Dinge kümmert. Es ist viel
umfassender als jede → Landkarte.
Wahrnehmungspositionen:
Eine Art des
→ Reframing. Sich bewusst zu machen, was
man selbst gerade fühlt, denkt und will (Ich-Position);
sich in die Lage eines anderen Beteiligten zu versetzen
(Du-Position); eine Situation als Außenstehender
(Beobachter-Position) oder mit Gemeinschaftssinn (Wir-
Position) zu betrachten: Zwischen diesen Wahrnehmungspositionen
zu wechseln führt zu mehr Überblick
und Flexibilität.
Informationen über weitere NLP-Begriffe finden Sie z.B. bei www.nlp.at im Lexikon
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